Jakobsweg – Tag 1

3. September 2013

Wir stehen um 6 Uhr auf, suchen uns in der Dunkelheit einen Bäcker der gerade erst öffnet und kaufen uns leckere, Frische Pain au chocolats und Croissants – dafür könnte ich sterben!

Ein langer und steiler Weg steht bevor, laut Plan werde ich heute nicht die komplette Überquerung mit Ankunft in Roncesvalles an einem Tag hinter mich bringen , sondern quasi nach einem Drittel der Strecke in einer Unterkunft schlafen, die ich vor einer Woche reserviert hatte (Gîte Kayola). Der Aufstieg ist mörderisch und wird später nicht wirklich besser. Als wir an der Herberge Orisson ankommen, gibt es zur Belohnung ein ordentliches Mittagessen. Meine Begleiter verabschieden anschließend, da sie die Tour in einem Tag hinter sich bringen wollen, sie laufen den ganzen Weg nach Roncesvalles an einem Tag.

Ich merke Abends, dass es besser war, einen Zwischenstopp einzulegen. Der Weg ist sehr hart und nach nur einem Drittel der Pyrenäen bin ich schon total im Eimer. Jede Wasserquelle kommt mir wie ein Goldfund vor, jeder stürzt sich darauf als hätten wir einen Schatz gefunden, es ist herrlich!

Gegen 10 Uhr komme ich von der Auberge Orisson zurueck, nachdem ich mich von Christian und Natalie verabschiedet habe. Bin leider 800m zu weit gelaufen, an der Gîte vorbei. Komme gegen viertel nach dort an, es ist noch niemand da. Es öffnet erst jemand gegen 12 Uhr. Setze mich also mit einem Stuhl in den Schatten, bis eine erste Mitpilgerin erscheint. Sie heisst Elodie, ist 29 Jahre alt und kommt aus Strasbourg, Frankreich. Sie spricht weder deutsch (OK) noch englisch (NICHT OK). Also nutze ich meine marginalen Französischkenntnisse um eine holprige Konversation zu führen.

Später kommen noch die vier Kanadier aus dem Zug dazu. Es handelt sich um Amanda (50?) und Keith (55?) aus Ottowa. Ausserdem Don (60?) aus Winnipeg und Josette (40?) aus Quebec. Josette spricht kaum Englisch, Keith dafür ein bisschen Französisch. Wir beide helfen mit dem Übersetzen. Neben ein paar Engländerinnen kommen noch die US Amerikaner Fred und Dennis aus Washington vorbei, beide um die 70. Sehr lustige, nette Menschen, mit denen man gute Gespräche fuhren kann. Es ist schön mal die Klischees über die dummen Amerikaner live über Bord werfen zu können 🙂
Unsere Unterkunft ist fast schon luxuriös. 10 Betten, 2 Duschen, 1 Toilette, Küche, TV, Kamin, grosszügige Aussenfläche mit Tischen und Stühlen. Es gibt eine grandiose Aussicht auf das Tal herunter. Wir unterhalten uns alle viel, die Truppe ist genauso bunt wie sympathisch.

Am und im Haus gibt es viele Eidechsen, schön anzusehen und zum Glück ekelt sich niemand dafür. Ich sitze jetzt auf der Terasse mit der genialen Aussicht, schreibe meine Eindrücke auf und bin einfach nur froh in diesem Moment genau hier zu sein…

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Jakobsweg – Prolog

1. September – Prolog

Es ist soweit! Nachdem ich in den letzten Jahren alleine 5 Bücher mit Erfahrungsberichten über den Jakobsweg gelesen (unter anderem Hape Kerkeling), mehrere Filme gesehen (Pilgern auf Französisch, Mein Weg..) und Onlinerecherche betrieben habe, wird es nun tatsächlich ernst. Schon lange spüre ich den Drang, die Erfahrung Jakobsweg machen zu wollen und jetzt gibt es kein zurück mehr.

Ich habe meinen Job als Berater in der IT Branche zu Ende August gekündigt und mich an einer Universität für den Bachelorstudiengang Wirtschaftsinformatik (Start 1. Oktober) eingeschrieben. Das bedeutet, dass ich ca. 1 Monat habe um mein Heil auf dem sogenannten Camino Francés zu finden. Wochenlanges Wandern, überfüllte Herbergen und haufenweise verschiedene Nationalitäten erwarten mich. Hoffentlich lerne ich auch ein wenig über mich selbst.

Dann kanns ja losgehen…

Der Flug nach Biarritz über Paris (von Frankfurt/Main aus) ist gebucht, die Ausrüstung soweit zusammengetragen und die letzten Vorbereitungen laufen. Nachdem ich am letzten Wochenende noch den Auszug aus meiner alten und der Einzug in meine neue WG über die Bühne bringen und die komplette Woche noch voll arbeiten musste, war leider nicht mehr viel Zeit übrig. So kam es dass ich erst gegen 23 Uhr im Bett lag. Dank Kopfkino und sonstiger Aufregung konnte ich erst gegen halb 1 schlafen und musste um 3:45 Uhr wieder aufstehen – kurze Nacht!

2. September 2013 – Tag 1 der Reise

Das frühe aufstehen um viertel vor 4 rächt sich, ich bin absolut zu nichts zu gebrauchen. Es gibt kein Frühstück da kein Appetit vorhanden ist. Um 4:30 Uhr geht’s ab zum ICE Bahnhof, von dort mit dem Zug zum Frankfurter Flughafen. Rechtzeitig eingecheckt, es kann also losgehen. Sehr flauer Magen, vor und während dem Flug nach Paris nichts gegessen, weil mir speiübel ist.

Ankunft in Paris, Flughafen Charles de Gaulle (CDG). Mein Anschlussflug geht von Orly (ORY) aus. Die Suche nach dem RER (Zug) gestaltet sich schwierig, Ticketautomaten sind komplett überbelegt, große Menschenmassen. Als ich endlich an der Reihe bin, schaffe ich es nicht ein Ticket zu ziehen. Also Plan B, der Schuttlebus. Der Stress wird größer. Dann finde ich endlich den Bus, aber die Fahrtzeit beträgt 1,5h. Gehe in Gedanken schon die Möglichkeiten durch, mit dem Zug nach Saint-Jean-Pied-de-Port zu kommen, weil rein ich durch meine Verspätung rein rechnerisch meinen Flug nicht mehr erwischen kann, es sei denn es geschieht ein Wunder.

Das Wunder tritt ein – in Form einer netten und hilfbereiten Airlinemitarbeiterin, die alle Fluggäste mit dem Ziel Biarritz an den Anfang der elend langen Schlange zieht. Komme so in letzter Minute also doch noch zu meinem Flieger. So stressig fängt meine Reise also schon an, das kann ja heiter werden…

Der Anschlussflug nach Biarritz zum Glück dann ohne Probleme. Komme heil an und finde recht bald schon den richtigen Bus nach Bayonne. Im Bus lerne ich Chrisitan kennen, er kommt aus Hamburg und arbeitet bei Karstadt in der Outdoorabteiluing. Sehr nett, wir unterhalten uns länger während der ca. halbstündigen Busfahrt.
In Bayonne angekommen stehen wir schon vor dem Bahnhof und ziehen ein Ticket für die Bummelbahn nach SJPdP. Im Zug lerne ich spätere, gute Bekannte kennen, meine vier Kanadier. In Saint-Jean-Pied-de-Port angekommen folgen wir dem Pilgerstrom durch das schöne französische Städchen zum Pilgerbüro. In der Schlange davor lernen wir Natalie (23), Medizinstudentin aus Berlin kennen. Wir drei werden direkt ein Team, ich übersetze alles, sie folgen mir vertrauensvoll. Nach längerer Suche finden wir eine freie Herberge 13€ mit 16 Betten, die Atmosphäre ist schön familiär. Das Abendessen findet später in einem Restaurant in der selben Straße statt, die Pizza könnte ein Dreijähriger besser backen. Dr. Oetker würde sich im Grabe umdrehen, aber egal, wir sind satt. Gegen 22 Uhr legen wir uns schlafen, um für den morgigen Tag und die Pyrenäenüberquerung fit zu sein…

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Sucker Punch….ist Geschmackssache

So, ich habe mir nun, nach langer Vorfreude, den Action-Fantasy-Film „Sucker Punch“ in der Vorpremiere im Kino angesehen…und ich muss sagen, er gefällt mir. Der Trailer und sonstige Infos haben bei mir leicht andere Erwartungen geweckt als Sucker Punch im Endeffekt ist, aber ich habe versucht, möglichst neutral an den Film heranzugehen.

Erst mal hier der Trailer:

Die Kritiken sind mehrheitlich eher negativ, die sexy Mädels in Uniformen, die effektvollen Actionszenen und die dünne Handlung sind in den Augen der Kritiker ein Grund, den Film schlecht zu bewerten.
Da Geschmäcker bekanntlich verschieden sind und mich von so etwas nicht abschrecken lasse, habe ich mich auf den Streifen eingelassen und wurde nicht enttäuscht.

Klar, die Frauen sehen lecker aus, damit kann man schon mal (vor allem männliche) Zuschauer angeln. Aber die Actionszenen, bei denen man den Regisseur Zack Snyder (300, Watchmen) wiedererkennt und die trotz allem sehr ungewöhnliche Geschichte haben mich in ihren Bann gezogen. Nicht zuletzt hat auch der geniale Soundtrack für eine opulente Inszenierung gesorgt.

Also, alle, die ungewöhnliche Filme mögen sollten sich Sucker Punch anschauen…meiner Meinung nach ein Film der das Prädikat „AWESOME!“ verdient.

Habt Ihr ihn schon gesehen? Was haltet Ihr davon?

gruß,

shokked

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8-Bit rockt…definitiv!

Kurzer Videopost:

Bin eben auf dieses Video hier gestoßen und dachte mir, DAS muss ich posten. Dort wurde mit Legosteinen ein sogenanntes Stop-Motion erstellt…dazu die namensgebende 8-Bit-Musik, die man von den Konsolenspielen aus der Kindheit kennt (ich zumindest ;)). Der Beat geht gut ab und man merkt dem Video an, wie viel Mühe sich die Macher gegeben haben, Figuren aus den Spielen zum Leben zu erwecken.

Hier jetzt der Link, have fun and enjoy 🙂

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Das trnd-Paket ist gekommen!

So, ich bin jetzt erst mal happy, denn gestern ist – ta-daaaa! – mein trnd-Paket (oder eher Päckchen) gekommen.

Drinnen sind zwei Großpackungen mit 10×10 Airwaves Strong-Blisterpackungen. Hier mal ein Bild das mehr sagt als tausend Worte:

Wie man sieht dem Päckchen neben den Produktproben auch noch das obligatorische Anschreiben, Produktinfomaterial und ein Marktforschungsheftchen bei.

Also, dann kann’s ja losgehen mit dem Verteilen und Meinungen einholen 🙂

Hab schon mal probiert und kann sagen, die Dinger halten wirklich relativ lange frisch.

Gruß,

shokked

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Mein erstes trnd.com-Projekt

Sooo, kaum einen Tag steht mein Blog und schon habe ich etwas zu berichten.

Es geht um die Teilnahme an einem trnd-Projekt, für das ich mich beworben haben. Aber erst mal eine kurze Einführung, was trnd überhaupt ist.

Die Homepage sagt dazu folgendes:

Also, man meldet sich an, bewirbt sich für ein Projekt seiner Wahl, hofft dass die Bewerbung angenommen wird und freut sich in dem Fall über ein Produktpaket.

In meinem Fall hat das direkt beim ersten Mal geklappt. Ich nehme am Projekt „Wrigleys Airwaves Strong“ teil. In den nächsten Tagen wird, so wurde mir mitgeteilt, ein Paket mit einigen Probepackungen an mich verschickt. Die teste ich dann und gebe sie meinen Freunden und Bekannten weiter, die mir dann (hoffentlich) auch ihre Eindrücke und Meinungen mitteilen.

Anschließend nehme ich an einer Umfrage teil und Berichte von den gesammelten Meinungen.

Soweit so gut, bin ziemlich gespannt, aber ich freue mich auch sehr darauf. Man kommt durch so ein Projekt kostenlos und ohne große Verpflichtungen an neue Produkte, die sonst noch unbekannt sind…recht interessant 🙂

Wenn ich mein Paket erhalten habe, werde ich hier ein paar Bilder posten und Euch auf dem Laufenden halten.

Gruß,

shokked

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Launch!

Hallo an die Blogleser da draussen!

Mein Name ist shokked und das hier ist mein neuer Blog. Es ist der zweite Versuch, regelmäßig Dinge zu posten, die mir gerade im Kopf rumschwirren, die mich bewegen oder von denen ich denke, dass sie generell interessant sein könnten.

Dies soll kein Themenblog sein, ich werde mich also (vorerst) auf keinen einzelnen Bereich konzentrieren. Erstens finde ich persönlich so etwas schnell langweilig und zweitens gibt es einfach zu viele verschiedene, spannende Geschichten, dass es schade wäre, diese nicht zu publizieren.

Ich werde diesen Blog anonym führen, da ich finde, dass das Internet nicht unbedingt alles wissen muss.
Zum Glück bin ich keine Camwhore, sonst würde mir das ganz schon schwer fallen.

Vielleicht poste ich auch mal Bilder von mir, aber niemals in Zusammenhang mit meinem Realnamen…sowas kann böse in die Hose gehen 😉

Also, wünscht mir viel Erfolg und dass ich das dieses Mal auch durchziehe!

Gruß,

shokked

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